Audio an/aus

Edition audoba –

das Hörbuchlabel von Jens Wawrczeck

 

Sie schreiben brillant – ihre Stories sind grandios. Aber kaum jemand kennt sie noch. Das sollte sich ändern. Um vergessenen Autoren wieder eine Stimme zu geben, hat Jens Wawrczeck kurzerhand ein eigenes Hörbuchlabel gegründet: Edition audoba. Eine winzige Prise Egoismus war aber auch dabei ... Am besten, Sie hören, was er selbst dazu sagt!

Personality im Hörverlag audoba

Autoren mit Eigenarten, eine sehr persönliche Auswahl und großes Ohrenkino, nicht nur für Filmfans. Das ist Edition audoba. Viele der literarischen Raritäten in Jens Wawrczecks Hörverlag sind Entdeckungen von der Leinwand – echte Originale, die für „gehörige“ Überraschungen sorgen. Jüngstes Highlight: Die Reihe „Verfilmt von Alfred Hitchcock“ mit Hitchs Romanvorlagen – lässt verdächtig aufhorchen ... Und auch Autoren, die jeder kennt, haben „unentdeckte“ Stories geschrieben.

Als Buch oft nicht mehr zu haben, aber bei Edition audoba zu hören.

 

Hörbuchverlag? Musik in den Ohren!

Klangvoll lauschen – viele audoba-Produktionen wurden exklusiv vertont oder überraschen mit einem Bonus-Song zur Story. Gesungen von Jens Wawrczeck und ebenfalls gehobene Schätze, wenn nicht gleich neu für sein Hörbuchlabel komponiert.

 


 

Interview mit Jens Wawrczeck über das Hörbuchlabel audoba

 

Warum ein eigenes Label?

Das eigene Label gibt mir die Möglichkeit, die Geschichten zu erzählen, die Songs und Chansons zu singen, die ein wenig in Vergessenheit geraten sind, die mich aber seit Jahrzehnten begleiten und bewegen. Hier gibt es keine Kompromisse. Bei audoba erscheint nichts, was nicht meinem jahrelangen Begeisterungstest standgehalten hat. Das ist ein Versprechen.

 

Viele der Stoffe wurden verfilmt – Zufall?

Kein Zufall. Ich liebe das Kino und wäre auch als Filmhistoriker glücklich geworden. Die meisten meiner Lieblingsfilme basieren auf großartigen literarischen Vorlagen, auf die ich oft erst über die Verfilmung aufmerksam geworden bin. Welch ein Glück! Wie hätte ich sonst z. B. Roland Topors „Der Mieter“ oder Julian Gloags „Als ob nichts geschehen wäre“ kennengelernt!?

 

Zwei Produktionen, Juju und Lassie, sind Wiederentdeckungen aus deiner Kindheit ...

Der Schlüssel zu meiner Kindheit ist mir nicht verloren gegangen. Im Gegenteil. Der kleine Jens steckt immer noch in mir und das Verblüffende ist, dass mich Juju und Lassie auch als Erwachsenen noch genauso fesseln wie vor über vierzig Jahren. Natürlich bringen beide Texte inzwischen andere Saiten in mir zum Schwingen, meine Perspektive ist eine andere. Aber dass der Zauber immer noch wirkt, scheint mir ein Beweis für den literarischen Rang der Autoren Ana María Matute und Eric Knight und die Zeitlosigkeit und Vielschichtigkeit ihrer Erzählungen zu sein.

 

Sind die audoba-Produktionen persönliche Gesamtkunstwerke?

Ein großer Begriff. Sie sind zweifellos ein sehr persönliches Statement, ein Ausdruck meines Geschmacks, meiner Werte. Sie repräsentieren das, woran ich glaube. Und es freut mich sehr, wenn das ungewöhnliche Repertoire der audoba-Produktionen seine Hörer findet und angenommen wird.

 

Jüngstes Highlight bei audoba ist eine Hitchcock-Reihe ...

Alfred Hitchcock war fraglos einer der genialsten Filmemacher aller Zeiten – über vierzig seiner Filme basieren auf Romanen, Erzählungen und Theaterstücken. Es hat mich interessiert, was den „Master Of Suspense“ inspiriert hat. Darum habe ich mich auf die Suche gemacht, recherchiert und echte Kostbarkeiten entdeckt. Auf diese Reihe bin ich sehr stolz.

 

Der persönliche Lieblings-Hitchcock?

Eine Frage, die ich, bei der Fülle an Meisterwerken, die Hitchcock geschaffen hat, unmöglich beantworten kann. Aber das ist ja das Schöne: ich entdecke ständig neue Lieblingshitchcocks. Heute ist es z. B. „The Birds“.

 


 

Jens Wawrzcecks persönlicher audoba-Tipp für:

 

1. die Erkundung von Abgründen ?

Wie wäre es mit Roland Topors „Der Mieter“ und Robert Graves „Der Schrei“?

2. eine gepflegte Gänsehaut ?

Zum Beispiel Arthur Bernèdes „Belphégor, das Phantom des Louvre“.

3. boshaftes Amüsement ?

Marcel Aymé hat einen maliziösen Humor. „Der Mann, der durch die Wand gehen konnte“ wäre also eine Empfehlung.

4. pures Wohlbehagen ?

Ganz klar: die gesamte audoba-Kollektion.