jens wawrczeck

Wer ist Jens Wawrczeck?

 

Als Peter Shaw bei „Die drei Fragezeichen“ kennt ihn jeder. Als Schauspieler kennen ihn viele. Aber wer ist Jens Wawrczeck? Falls Sie noch einige Fragezeichen haben sollten – hier kommen die Antworten.

 

Jens von Wawrczeck bis Wohnort

Jens Wawrczeck wurde in Dänemark geboren, ist in Hamburg, Berlin, Paris und New York zuhause und musste nach Prag reisen, um zu erfahren, wie sein Name wirklich ausgesprochen wird. Sein Lieblingssong als15-jähriger trägt den geheimnisvollen Titel „Much More“, während der Film, bei dem er garantiert gute Laune bekommt, in Deutschland ausgerechnet „Ein Pyjama für zwei“ heißt. Jens Wawrczeck liebt seinen Beruf. Was ihn nicht vor absurden Erlebnissen schützt, z. B. auf der Bühne ermordet zu werden, ohne zu sterben vor Lachen ...

 

Jens Wawrczeck in eigenen Worten

Wenn Sie jetzt noch wissen möchten, ob Jens Wawrczeck immer noch Lampenfieber hat, wie ein perfekter Tag aussieht und welches Konzerterlebnis ihn nachhaltig beeindruckte (soviel vorab: es handelt sich um einen Weltstar, der auch im Film Furore macht und Fanpost selbst beantwortet ...): Jens Wawrczeck verrät es persönlich – einfach ins Interview hören.


 

Christine Tapking im Gespräch mit Jens Wawrczeck

Ohne welchen Künstler wäre die Welt ärmer?

Da könnte ich Hunderte von Namen aufzählen und wäre von einer angemessenen Antwort immer noch weit entfernt. Allerdings schwärme ich wirklich für Doris Day und wäre untröstlich, wenn ich sie als Sängerin und Schauspielerin missen müsste. Sie ist weitaus mehr, als das was einige intellektuelle Schlauberger in ihr sehen.
 
 

Welchen Film kannst du immer wieder sehen?

Bleiben wir doch gleich bei Doris. „Lover come back“ zaubert mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Aber auch hier fällt es schwer, einen Film hervorzuheben, wo es doch so viele Filme gibt, die ich immer wieder sehen möchte. Tatsächlich plane ich einen Filmblog, um alle meine Favoriten vorzustellen, und keine Angst, da wird so ziemlich jedes Genre und jede Nation vertreten sein.
 

Lieblingssong mit 15?

Wahrscheinlich „Much More“ aus dem Musical „The Fantasticks“, gesungen von Barbra Streisand auf ihrem ersten Album „The Barbra Streisand Album“.
 
 

Das beeindruckendste Konzert?

1978 habe ich Shirley MacLaine mit ihrer Las Vegas Show in Hamburg erlebt, meine Mutter saß neben mir. Die MacLaine war eine freudenbringende Naturgewalt, umwerfend, atemberaubend, Maßstäbe setzend. Ich übergab ihr am Ende der Show herzklopfend aus dem Zuschauerraum einen Liebesbrief und eine kleine Stoffmaus. Sie strahlte mich an, fragte nach meinem Namen und duftete nach der großen weiten Welt. Am nächsten Tag fand ich eine Grußkarte von ihr im Briefkasten: „Dear Jens, your mouse will be with me forever and you are darling to think of me! Shirley MacLaine“. Das ist unvergesslich. Lang lebe Shirley MacLaine!
 
 

Hast du noch Lampenfieber?

Oh ja, und mehr als früher. Die Verantwortung wächst und auch der Leistungsdruck. Ich versuche aber, weder von dem einen noch dem anderen beherrscht zu werden.
 

Das absurdeste Berufserlebnis?

Vor vielen Jahren spielte ich am Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg den Attentäter Sason in Karl Parylas Inszenierung von Siegfried Lenz’ „Zeit der Schuldlosen“. Der erste Akt endete damit, dass ich erwürgt, mit offenem Mund und weitaufgerissenen Augen, tot, ins Publikum starren musste. Bei einer Nachmittagsvorstellung hörten wir aus dem dunklen Zuschauerraum den sehr trockenen, hanseatischen Kommentar: Nu is er dod! Die Dame hatte den Sachverhalt zwar auf den Punkt gebracht, aber es war trotzdem nicht leicht, ernst zu bleiben.
 
 

Die absolute Lieblingsbeschäftigung?

Morgens mit einer Tasse Tee im Bett liegen und lesen. Himmlisch.
 
 

New York, Paris, London, Berlin – warum die großen Städte?

In New York fühle ich mich zu Hause, dort habe ich studiert und viel gelernt. Die Möglichkeit zu haben, in der Anonymität zu verschwinden und trotzdem in Kontakt zutreten, wenn mir der Sinn danach steht, ist ideal. Ganz abgesehen von allen anderen Vorzügen, die mir jede dieser Metropolen bietet, überlasse ich auf meinen Spaziergängengern der Stadt die Führung und lasse mich treiben. Auf diese Weise habe ich schon die schönsten Entdeckungen gemacht. Übrigens, am Häufigsten trifft man mich in den Parks: bei Peter Pan in Kensington Gardens, bei Hans Christian Andersen im Central Park, dem Karussel im Parc Monceau oder am Lietzensee.